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Denkmalschutzpreis für Kirchensanierung

Fortsetzung einer guten Tradition: Der Denkmalschutzpreis des Landkreises Gotha geht in diesem Jahr an evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Brüheim.

Ausgezeichnet: Dietrich Reiche (Bildmitte), Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, nahm den Denkmalschutzpreis 2026 stellvertretend für die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Brüheim entgegen; die Ehrung fand zur Eröffnung des Tags des offenen Denkmals® in Ingersleben statt.

Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Brüheim hat den Denkmalschutzpreis des Landkreises für die Sanierung der Dorfkirche St. Viti erhalten.  Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals® übergab Landrat Onno Eckert den mit 1.500 Euro dotierten Preis an den Gemeinderatsvorsitzenden Dietrich Reiche. Die Kirche St. Viti ist als Kulturdenkmal im Thüringer Denkmalbuch eingetragen. Der Kirchturm stammt aus dem Mittelalter, darauf sitzt ein spätbarockes Glockengeschoss. Das Kirchenschiff wurde bereits 1818 umgestaltet. Auch die Innenausstattung kommt aus dem Spätbarock, mit Muldengewölbe und zweiseitiger Doppelempore.

Die St.-Viti-Kirche in Brüheim, einem Ortsteil der Gemeinde Nessetal, wurde über Jahre hinweg nur sehr notdürftig unterhalten. Es entstanden Schäden, die Kirche war lange im Verfall. Die Kirchgemeinde konnte dabei nicht länger zusehen und hat in den letzten Jahren viel Arbeit in das Gebäude gesteckt.

Kirche in mehreren Bauabschnitten saniert

2013 wurde das erste Gutachten zum Verfall und zu nötigen Sicherungs- und Sanierungsarbeiten erstellt. Seitdem wurden die Außenfassade und der Glockenturm in mehreren Bauabschnitten saniert. Nach der statischen Sicherung des Mauerwerks startete die Sanierung mit der Instandsetzung der Nordseite in den Jahren 2017/2018. Bis 2019 wurde in einem zweiten Bauabschnitt die Nord- und Südseite fertiggestellt. Bis 2020 folge die Sanierung der Westseite. Mit der Sanierung des Kirchturms waren die Außenarbeiten 2020 abgeschlossen.

Insgesamt ca. 642.000 Euro sind bis heute in die Sanierung geflossen. Ein Großteil davon stammt aus Fördermitteln (u. a. von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz) und aus Mitteln der Landeskirche. Rund 100.000 Euro hat die Gemeinde selbst beigetragen.

Sanierung noch nicht abgeschlossen

Auch in den nächsten Jahren wird noch weiter an der Kirche gearbeitet werden. Bereits 2023 wurde ein Gutachten über die nötigen Arbeiten erstellt. 2024 wurde bereits das Deckengewölbe restauriert. Der zweite Bauabschnitt im Innenraum umfasst die Restaurierung beider Emporen. Dieser startete bereits im vergangenen Jahr und soll voraussichtlich noch 2026 abgeschlossen werden. Für weitere Arbeiten (Farbgestaltung, Fußboden etc.) wurden bereits Gutachten in Auftrag gegeben.

Lob für ehrenamtliches Engagement

Landrat Onno Eckert lobt das Engagement der Kirchgemeinde für den Erhalt der Kirche: „Denkmalschutz zu betreiben und ein Gebäude in diesem Umfang zu sanieren, ist keine leichte Aufgabe. Die Kirchgemeinde Brüheim hat diesen Preis mehr als verdient. Dank des Engagements hier vor Ort wird dieses Kulturdenkmal als Zeitzeugnis und als Ort der Begegnung auch in Zukunft erhalten bleiben.“

Letzte Änderung der Seite:02.09.26, 11:44 Uhr
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