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Zulassungsstatistik: Elektroautos bleiben im Trend

Fahrzeuge mit voll- oder teilelektrischem Antrieb erfreuen sich weiterhin zunehmender Beliebtheit im Landkreis Gotha. Das geht aus der nun vorgelegten Kfz-Zulassungsstatistik für 2018 hervor.

Kfz-Kennzeichen mit Fahrzeugpapieren und grüner Plakette.

 

Danach waren im vergangenen Jahr mit 513 Stromern deutlich mehr auf den heimischen Straßen unterwegs als noch 2017 (326 Fahrzeuge, 2016: 155). Unter ihnen hat sich die Zahl der rein elektrisch betriebenen Wagen auf 133 nahezu verdoppelt (67; 2016: 23), die so genannten Hybridmodelle mit einem zusätzlichen Verbrennungsmotor legten bei den Benzinern um 90 Modelle auf 328 Exemplare zu, bei den Dieseln immerhin um 31 auf 22 Stück.


„Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hat seit dem Einbruch im Jahr 2016 deutlich zugenommen“, bilanziert Mario Weigand als Leiter des Straßenverkehrsamtes. 2016 war zunächst ein Rückgang auf 155 Modelle zu verzeichnen gewesen (2015: 166). Der sei mittlerweile mehr als ausgeglichen worden, so Weigand, so dass man von einer anhaltenden Entwicklung sprechen könne. Platzhirsche im Segment sind nach wie vor die asiatischen Hersteller: Unter den rein elektrischen Autos führt die koreanische Marke Hyundai mit dem 55-mal zugelassenen Modell IONIQ das Teilnehmerfeld an, bei den Hybriden hat Toyota mit dem Prius (48) und Auris (49) die Nase vor dem IONIQ (41). Dagegen nehmen sich die drei Modelle der US-Pioniermarke Tesla (einmal Model X, zweimal Model S) sowie ein Porsche Panamera 4E als Exoten aus. Insgesamt sind derzeit 134 (2017: 57) Kennzeichen vergeben, die mit dem Buchstaben „E“ enden und den Fahrern andernorts Vorteile wie bevorzugte Parkberechtigungen oder die Nutzung von Bus-Fahrspuren in teilnehmenden Städten ermöglichen.


Wenn auch nicht gleichauf, steigt mit der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auch die Verfügbarkeit öffentlicher Ladepunkte. Insgesamt stehen im Landkreis Gotha derzeit 24 Ladesäulen zur Verfügung, die überwiegend von Energieversorgern wie den Stadtwerken Gotha (Perthes-Forum), der Energieversorgung Inselsberg (Bad Tabarz, Friedrichroda), der TEAG (Mühlberg) oder der Ohra Energie (Georgenthal, Ohrdruf) betrieben werden. Zwölf Stationen sind rund um die Uhr für E-Auto-Fahrer verfügbar; genauso viele sind Gästen oder Kunden der anbietenden Unternehmen vorbehalten.

 

VW lässt Federn bei Neuwagen, Hyundai wächst stark


2018 ist allerdings nicht allein die Zahl der Elektrofahrzeuge gestiegen: Mit 6.694 Neuzulassungen von Fahrzeugen aller Art – also auch Lkw, Anhänger, Motorräder – verzeichnete die Zulassungsbehörde abermals ein Rekordjahr (2017: 6.647, 2016: 6.545). Die Gesamtzahl aller zugelassenen Fahrzeuge stieg auf 107.739 an (2017: 106.226). Dabei zeigten sich die Autobesitzer zwischen Fahner´scher Höhe und Rennsteig gewohnt markentreu: Die meisten Neuzulassungen stammten trotz leichter Rückgänge auch 2018 wieder von Volkswagen, von denen 833 neu zugelassen wurden (2017: 860). 165 Fahrzeuge davon entstammten der Golf-Familie (2017: 195). Platz zwei in der Markenhierarchie belegte abermals Hyundai mit 658 Neuzulassungen (2017: 570), von denen 175 auf den SUV Tucson entfielen (2017: 148) sowie weitere 128 dem Kleinwagen i20 zuzurechnen sind. Die Marken-Ränge drei bis fünf teilen sich Skoda, Opel und Mercedes-Benz mit je 374, 336 und 297 Neuzulassungen (2017: 396, 361 und nicht unter den ersten fünf gelistet).


Benziner erleben kleine Renaissance


Auffällig ist bei den neu zugelassenen PKW der Rückgang der dieselbetriebenen Fahrzeuge: War 2017 noch gut jeder Dritte Neuzugang ein Selbstzünder (1.382 Autos, rund 31 %), so kamen im vergangenen Jahr nur 1.113 Diesel-PKW frisch vom Händler auf die Straße, womit die Quote auf 26 % gesunken ist.



Oldtimer bleiben beliebte Alternative

 

Noch einmal zugelegt hat die ebenfalls Zahl der zugelassenen Oldtime. Insgesamt 586 Fahrzeuge, davon 409 PKW, 55 Motorräder sowie 47 Lkw und 43 Traktoren, konnten sich mit einem H-Kennzeichen schmücken (2017 insgesamt 544 Fahrzeuge). Blickt man bis ins Jahr 2011 zurück, dann hat sich der Bestand mehr als verdoppelt (seinerzeit 285 Fahrzeuge). Für eine Oldtimer-Einstufung muss das jeweilige Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein. Die Hitliste der Oldtimer führt ein Ford T Touring Baujahr 1923 an, gefolgt von drei teils noch in Eisenach produzierten BMW und einem Citroen des Jahresgangs 1928. Bei den Traktoren liegen zwei Lanz Bulldogs von 1938, bei den Lkw ein Citroen 23U Baujahr 1938 vorn. Eine NSU 500T mit Erstzulassung 1927 hält den Altersrekord unter den Motorrädern.

Lokalpatrioten nutzen Kennzeichenmitnahme


Seit 2011 besteht die Möglichkeit, beim Wohnortwechsel des Halters die Kennzeichen in den neuen Zulassungsbereich mitzunehmen. Diese Möglichkeit nutzen Autofahrer noch immer gern. Von anfangs (2011) 284 fremden, aber auf Gotha registrierten Kennzeichen stieg deren Zahl bis Ende 2017 auf 1.837 (2017: 1.689). Im Gegenzug beweisen die Halter von 1.508 Fahrzeugen (2017: 1.410) in der Fremde Lokalpatriotismus und haben immer noch ein GTH-Kürzel an der Stoßstange, obwohl der Zulassungsbereich ein anderer ist.

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