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Mehr Einsätze für Floriansjünger im Jahr 2018

Insgesamt 2.574 Einsätze forderten die haupt- und ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Landkreis Gotha im Jahr 2018. Das waren 372 Vorkommnisse mehr als noch 2017, wie die Bilanz des Amtes für Sicherheit und Ordnung verrät.

Norbert Reiße mit dem neuen Smart-Check-Prüfstand für Atemschutztechnik.

Statistisch gesehen standen somit sieben Einsätze täglich zu Buche. In die Auswertung flossen die Alarmierungen der freiwilligen Wehren und der Berufswehr Gotha ein. Allein auf die Freiwilligen entfielen 1.451 Einsätze, was einen Durchschnitt von knapp vier Einsätzen täglich ergibt.
„Die Einsätze sind nur eine Seite der Medaille im zeitintensiven Ehrenamt der Brandschützer“, sagt Landrat Onno Eckert. „Darüber hinaus erbringen die Frauen und Männer in unseren Wehren ungezählte Stunden bei Nachbereitungen und Ausbildungen, bei der Absicherung von Veranstaltungen und vielem mehr. Für dieses Engagement möchte ich im Namen aller Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises den Kameradinnen und Kameraden einen herzlichen Dank aussprechen.“

Hilfeleistung dominiert das Geschehen


In der Gesamtwertung für 2018 dominieren die Anforderungen zur Hilfeleistung mit 1.890 Alarmierungen. Brandeinsätzen wurden 684-mal gezählt. Glücklicherweise mussten die Feuerwehren nicht bei allen Einsätzen tätig werden. In 407 Fällen stellte sich eine Alarmierung als Fehlschlag heraus, und das aus unterschiedlichen Gründen wie blindem oder böswilligem Alarm bzw. Fehlauslösungen durch Brandmeldeanlagen.
Dass man allerdings grundsätzlich bei der Alarmierung von einem ernsten Ereignis ausgehen muss, zeigte sich in Waltershausen bei der Firma Thoks. Hierhin wurden die Einsatzkräfte aufgrund des Anschlagens der dortigen Brandmeldeanlage gerufen. In der Produktionsanlage gab es eine starke Rauchentwicklung, da Teigreste zu glühen begannen und aus denen sich ein Schwelbrand entwickelte.
Sechs Brände erreichten im vergangenen Jahr ein größeres Ausmaß. So mussten im März die Feuerwehren der Stadt Gotha zeitgleich zu brennenden Gartenlauben und LKW ausrücken. Zusätzliche Kräfte wurden aus den umliegenden Gemeinden herangezogen. Im April blieb der Dachstuhlbrand in Crawinkel in Erinnerung. Im Mai ereigneten sich Gebäudebrände in Neufrankenroda und Langenhain. Im September konnte durch das schnelle Eingreifen der Wehren bei einem Gebäudebrand in Ernstroda schlimmeres verhindert werden.
Zur traurigen Bilanz 2018 zählen zwei Todesopfer bei Gebäudebränden im Stadtgebiet Gotha. Bei allen anderen Brandeinsätzen wurden 17 Personen verletzt. Elf Personen mussten durch Einsatzkräfte gerettet werden. Bei Verkehrsunfällen verloren 35 Menschen ihr Leben und 412 Personen wurden verletzt.
Auch 14 Einsatzkräfte der Feuerwehren wurden bei der Erledigung ihrer Einsätze verletzt. „Dies verdeutlicht nur zu gut, das Feuerwehrleute im Rahmen ihrer Tätigkeit ihr eigenes Leben zum Wohle anderer aufs Spiel setzen. Hier spielt es keine Rolle, ob sie dies ehrenamtlich oder beruflich tun“, erinnert der Kreisbrandinspektor Patrick Keil an die persönlichen Risiken. „Aus diesem Grund wäre es schön und angemessen, diesem Engagement auch dann respektvoll gegenüberzustehen, wenn einsatzbedingte Entscheidungen wie Sperrungen oder Mitnutzung von Grundstücken durch die Feuerwehren notwendig werden“, stellt Keil auf die teilweise rüder werdenden Umgangston gegenüber den Feuerwehrleuten ab.

 

Einen maßgeblichen Grund für den Anstieg der Einsatzzahlen stellen die Unwetterereignisse des vergangenen Jahres dar. Insgesamt 327 Einsätze mussten die Floriansjünger allein aufgrund von Wasser- und Sturmschäden abarbeiten. Hinzu kommen rund 300 Verkehrsunfälle, 400 Tierrettungen sowie 200 Einsätze zur Rettung von Menschen aus Notlagen, bspw. zur Unterstützung des Rettungsdienstes.
Glücklicherweise ist die Zahl der ehrenamtlichen Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren bei rund 1900 Köpfen stabil geblieben. Hinzu kommen rund 950 Mädchen und Jungen in den Jugendfeuerwehren. Aus deren Reihen konnten im vergangenen Jahr 108 junge Erwachsene in die Einsatzabteilungen der Gemeinden wechseln.

 

Neue Technik für den Atemschutz

 

Der Landkreis Gotha sichert den überörtlichen Brandschutz durch Ersatzbeschaffungen für den Fuhrpark der Stützpunktfeuerwehren und Investitionen in technische Ausrüstungsgegenstände. So konnte im vergangenen Jahr, gemeinsam mit der Stadt Friedrichroda, eine Drehleiter ausgeschrieben werden. Hieran hat sich der Landkreis mit 250.000 EUR beteiligt. Auch persönliche Schutzausrüstungen für Kreisausbilder sowie Gerätschaften für das Feuerwehrtechnische Zentrum in Waltershausen schlagen alljährlich mit mehreren Tausend Euro zu Buche. So konnte 2018 ein neuer Prüfstand im Wert von rund 20.000 EUR zur Wartung der Atemschutztechnik beschafft werden. Das Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) ist der Wartungs- und Prüfstandort für die gesamte Atemschutztechnik des Landkreises. Auch Schläuche werden hier nach jedem Einsatz gewaschen und geprüft. Jeder Atemschutzgeräteträger muss einmal im Jahr einen Belastungsdurchgang über die Atemschutz¬übungsanlage absolvieren. Dazu stehen dem FTZ zwei hauptamtliche Mitarbeiter des Landkreises zur Verfügung. Zusätzlich werden Sie bei der Übungsanlage sowie bei Kreisausbildungen durch ehrenamtliche Kreisausbilder unterstützt.

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