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Kreisausschuss gibt Stellen frei

Mit der Freigabe von insgesamt sieben neu eingerichteten Stellen hat der Kreisausschuss am vergangenen Montag die vorgesehenen Entwicklungs- und Modernisierungsmaßnahmen der Kreisverwaltung bestätigt.

Landrat Onno Eckert hatte im Ausschuss umfänglich über die Notwendigkeiten und beabsichtigten Veränderungen informiert.

Die betreffenden sieben Stellen im mittleren, gehobenen und höheren Dienst waren im vergangenen Herbst vom Kreistag mit dem Haushaltsplan 2021 zwar beschlossen, aber zur Freigabe der Bewirtschaftung noch mit dem Vorbehalt des Finanzausschusses versehen worden. Die Kreistagsmitglieder wollten auf diese Weise deren Notwendigkeit nachgewiesen wissen. Durch Vorstellung des seit 2020 entwickelten Gutachtens zu Entwicklungs- und Modernisierungspotentialen des Landratsamtes sahen die Fraktionsspitzen der im Kreistag vertretenen Parteien und Wählervereinigungen dieses Kriterium als erfüllt an.

„Das ist der Startschuss für die lang vorbereitete Fortentwicklung des Landratsamtes“, zeigt sich Landrat Onno Eckert erfreut über den Rückenwind des Kreisausschusses. Die Kreisverwaltung stünde vor großen Herausforderungen, so Eckert: Auch künftig genügend Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, um im Wettbewerb um die besten Köpfe nicht ins Hintertreffen zu geraten, sei ebenso wichtig wie die Kompensation von Altersabgängen, damit die vielfältigen Aufgaben des Landkreises weiterhin in guter Qualität zu leisten sind. Die im landesweiten Schnitt vergleichsweise dünne Personaldecke des Gothaer Landratsamtes werde dieser Entwicklung Rechnung tragen und verstärkt werden müssen.

Der zweite große Schritt sei die Digitalisierung von Arbeits- und Verwaltungsabläufen, die nun zwingend kommen müsse, so Eckert. Rund um diese langfristigen Ziele plant der Landrat intern die Neuzuweisung von Aufgaben und Kompetenzen, um eine zukunftsfähige Struktur der Kreisverwaltung zu formen. Mehr Bedeutung kommt dabei etwa der Wirtschaftsförderung zu, die zu einer eigenen Struktureinheit erhoben werden soll. Ebenso sollen Bereiche der Sozial- und Eingriffsverwaltung zueinander gebracht und somit Daseinsvorsorge und statusrechtliche Verwaltung, beispielsweise von Migranten, aus einer Hand koordiniert werden. Auch die im Bau vorhandenen Kompetenzen sollen unter einem gemeinsamen strukturellen Dach gebündelt werden.

„Dieser Entwicklungsprozess ist kein Schnellschuss, sondern eine längerfristige Aufgabe“, stellt Onno Eckert fest, der zu den geplanten Veränderungen in enger Abstimmung mit dem Personalrat als Vertretung der Beschäftigten steht. Deshalb seien auch im nächsten Haushaltsjahr weitere Aufwendungen nötig, um das Landratsamt zukunftsfest aufzustellen.

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