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Impfpflicht wegen Geflügelkrankheit in Belgien

Aus gegebenem Anlass weist das Veterinäramt auf die für Hühner und Truthühner infektiöse Newcastle-Krankheit (auch Newcastle Disease, ND genannt) und die dazugehörigen gesetzlichen Vorschriften hin.

Derzeit grassiert in Belgien ein ND-Geschehen. Bisher wurden 13 Ausbrüche (11 in Hobbyhaltungen und 2 in gewerbsmäßigen Haltungen) festgestellt. Luxemburg und die Niederlande sind ebenfalls betroffen.

 

In Bezug auf die Newcastle-Krankheit gelten die Vorschriften aus der Geflügelpest-Verordnung. Wichtigster Punkt hierin ist die Impflicht für Hühner und Truthühner, die in § 7 Absatz 1 geregelt ist:
„Der Besitzer eines Hühner- oder eines Truthühnerbestandes hat die Tiere seines Bestandes durch einen Tierarzt gegen die Newcastle-Krankheit impfen zu lassen. § 34 Abs. 1 Satz 2 der Tierimpfstoff-Verordnung gilt entsprechend. Die Impfung ist in solchen Abständen zu wiederholen, dass im gesamten Bestand eine ausreichende Immunität der Tiere gegen die Newcastle-Krankheit vorhanden ist. Über die durchgeführten Impfungen hat der Besitzer Nachweise zu führen.“

Die Impfpflicht trifft also jeden Halter von Hühnern und Truthühnern:
gewerbsmäßige Tierhalter, organisierte Rassegeflügelzüchter, Halter von Wirtschaftsgeflügel zur privaten Lebensmittelerzeugung und reine Hobbyhaltungen ohne züchterischen oder wirtschaftlichen Hintergrund.

 

Im Landkreis Gotha sind derzeit 1932 Hühnerhalter und 45 Putenhalter ihrer Pflicht zur Anmeldung der Tierhaltung nachgekommen. Diese Tierhalter halten insgesamt 848.168 Hühner und 35.834 Truthühner.
Die überwiegende Zahl wird in den großen gewerbsmäßigen Betrieben gehalten. Aber auch die Rassegeflügelzucht und die private Haltung von Wirtschaftsgeflügel zur Eier- und Fleischproduktion spielt im Landkreis eine große Rolle.

 

Die Mitarbeiter des Veterinäramtes überprüfen regelmäßig stichprobenartig den Impfschutz bei Geflügelhaltern. Dazu werden Blutproben entnommen und im Labor des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz in Bad Langensalza untersucht.

 

Im Jahr 2017 wurden 46 Haltungen überprüft. Bei 2 Haltungen bestand kein ausreichender Impfschutz. In diesem Jahr wurden bisher 26 Haltungen überprüft, auch hier bestand bei 2 Haltungen kein ausreichender Impfschutz.

 

Hühner und Truthühner werden in Aufzuchtbetrieben geimpft. Der Impfschutz ist danach entsprechend der Empfehlung des betreuenden Tierarztes aufzufrischen. Insbesondere Tierhalter, die Ihre Nachzucht an Geflügel selbst ausbrüten und aufziehen, müssen an die Durchführung der Grundimmunisierung denken.

 

Die Impfung wird durch die im Landkreis niedergelassenen Tierärzte durchgeführt. Geflügelhalter, die in Zuchtvereinen organisiert sind, können über ihren Verein Impfstoff in vordosierter Form durch einen Tierarzt erhalten. Der Verein muss dem Impftierarzt vorab eine entsprechende Liste mit Name und Anschrift der Tierhalter und Anzahl der zu impfenden Tiere vorlegen, so dass dieser die benötige Impfstoffmenge berechnen kann.

 

 

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