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Einsatz für St. Maria Magdalena findet Anerkennung

Die Kirchgemeinde von Waltershausens Ortsteil Langenhain und deren langjähriges Mitglied Dietmar Trutschel haben den Denkmalschutzpreis des Landkreises Gotha 2018 erhalten.

Dietmar Trutschel (M.), Pastrorin Anne-Katrin Kummer (2. v.l.) sowie die Kirchgemeinde-Mitglieder Alexandra Kilian, Maritta Messing, Angela Körner und Laudatorin Susann Hildebrandt (2. v. r.) mit Landrat Onno Eckert (r.).

Landrat Onno Eckert übergab die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung zum heutigen Tag des offenen Denkmals im Ohrdrufer Tobiashammer an Pastorin Anne-Katrin Kummer und Dietmar Trutschel. Die Anerkennung soll das seit den 1980er Jahren gelebte, kontinuierliche Engagement für den Erhalt der Kirche St. Maria Magdalena würdigen. Einstimmig gab die Jury, bestehend aus Kreistagsmitgliedern und Denkmalschützern der Region, den vorgeschlagenen Langenhainern ihren Segen.

 

Landrat Onno Eckert hob in seinem Grußwort hervor, dass insbesondere Kirchgemeinden, Kirchenbauvereine und Freundes-kreise Paradebeispiele des bürgerschaftlichen Engagements sind und mit ihrer Arbeit Traditionsbewusstsein und konservatorische Zielsetzungen auf einen Nenner bringen.

 

Zum Objekt:

 

Auf einer Anhöhe oberhalb des Lindenplatzes befindet sich die weithin sichtbare Kirche St. Maria Magdalena in Waltershausen-Langenhain. Sie ist eine der ältesten Dorfkirchen im Landkreis Gotha und weist mit ihren wertvollen Wandfresken eine Besonderheit auf. Dereinst als romanische Chorturmkirche ausgeführt, wovon der untere Teil des Turmes noch zeugt, wird das heutige Erscheinungsbild der Kirche vom barocken Umbau aus dem Jahre 1766 dominiert. Damals wurde ein neues Kirchenschiff mit Mansarddach erbaut; auch die Turmhaube und dessen Ober-geschoss entstammen dieser Epoche.

 

Lange Zeit befand sich die Kirche in einem bedauernswerten und nicht nutzbaren Zustand. Starker Schwammbefall seit Anfang der 1970er Jahre betraf selbst das Kirchengestühl, so dass es Mitte der 1980er Jahre entfernt werden musste. 1987 drohte gar der Abriss der Kirche. Diesen Plänen widersetzten sich die Langenhainer erfolgreich. Notdürftig wurde Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre das Dach des Kirchenschiffes repariert, wobei sich die Kirchgemeinde mit einer Feierabendbrigade einbrachte. Weitere wichtige Reparaturarbeiten am Dach des Kirchenschiffes einschließlich einer Neueindeckung mit Schiefer fanden Mitte der 1990er Jahre statt. Maßnahmen zur Schwammbekämpfung und konstruktiven Sicherung des Kirchenschiffes folgten, ebenso die Wiederherstellung der Innenraumfassung. Am 8. Oktober 2006 war konnte die Kirche feierlich wieder eingeweiht werden.


Doch auch wenn seitdem wieder Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Aussegnungen stattfinden konnten, blieb noch viel zu tun. Der Kirchturm wurde 2017 einschließlich der Glockenanlage statisch-konstruktiv instand gesetzt, die Haube neu verschiefert, die Turmzier wieder aufgesetzt. Die wertvollen Fresken wurden bereits 2004 von damaligen Studenten der FH Erfurt untersucht; ein erstes Konservierungs- und Restaurierungskonzept wurde erarbeitet. Heute stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss und können am Denkmaltag in Augenschein genommen werden.
Den nächsten Abschnitt – die Instandsetzung der Kirchenschiff-Fassade – haben die Denkmalschutz-Preisträger des Jahres 2018 bereits fest im Blick.

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