Medieninformationen - Detail

Verzerrte Darstellung schürt Unmut und Neid

Mehr Sachlichkeit in Form einer umfänglichen und nicht tendenziösen Information – dazu fordert das Landratsamt Gotha den Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Fahner Höhe, Stephan Müller, auf.

Dieser hatte über die Verwendung der Bundesmittel zum Ausbau der Kita-Betreuung im Amtsblatt Fahner-Höhe-Kurier vom 17.01.2018 berichtet. Müller schreibt, dass den Gemeinden Tonna und Dachwig keine Gelder aus den Förderprogramm zur Kinderbetreuungsfinanzierung in Aussicht gestellt werden können, weil die Mittel in Höhe von rund 1,8 Mio. Euro komplett an die Stadt Gotha für den Neubau einer Kita ausgereicht werden sollen. So weit, so richtig. Allerdings stellt der Gemeinschaftsvorsitzende in seiner Begründung einzig darauf ab, dass auf diese Weise „die Schaffung von dort erforderlichen Kindertagesbetreuungsplätzen für Kinder mit Migrationshintergrund“ abgesichert werden solle und schiebt nach, dass die Steuerzahler ein Recht darauf hätten, hierüber informiert zu werden.

 

Lediglich 14 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund

 

„Die Steuerzahler haben vor allem ein Recht darauf, umfassend informiert zu werden“, entgegnet der Zweite Beigeordnete und Sozialdezernent Thomas Fröhlich. Zur Wahrheit gehört, dass es im Landkreis Gotha den größten Bedarf für den Ausbau der Betreuung in der Residenzstadt gibt: Hier können derzeit insgesamt 482 Kinder gleich welcher Herkunft keinen Kitaplatz in Anspruch nehmen. Von den 1.909 Kindern, die im Jahr 2016/17 in den städtischen Kitas in Gotha betreut wurden, wiesen 209 Mädchen und Jungen einen Migrationshintergrund auf, weitere 55 stammten aus Flüchtlings-familien. Zu Kindern mit Migrationshintergrund zählen insbesondere jene, deren Eltern aus osteuropäischen Staaten zum Arbeiten in die Region gekommen sind. In der Summe entspricht das rund 14 Prozent aller Betreuten „Damit widerlegen die Zahlen sehr deutlich die Argumentation Herrn Müllers, es würde vor allem mit Blick auf Migrantenkinder gehandelt“, bilanziert Fröhlich. In sozialen Netzwerken hat der Amtsblatt-Bericht aus dem Fahner-Höhe-Kurier bereits für erhitzte und wenig sachliche Diskussionen gesorgt.

 

Jugendhilfeausschuss hat Bedarfe abgewogen

 

Die Priorisierung Gothas ist auch über Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom November 2017 gedeckt. In der zugrundeliegenden Bedarfsliste finden sich Tambach-Dietharz und Friedrichroda, das 600.000 Euro zur Kita-Erweiterung aus einem Landesprogramm erhält, auf den Rängen zwei und drei. Die Verwaltungsgemeinschaft Fahner Höhe folgt erst auf Platz zwölf – weil in den Einrichtungen der Mitgliedsgemeinden gemäß der aktuellen Kita-Bedarfsplanung noch insgesamt 35 freie Betreuungsplätze vorhanden sind. Und: In den Jahren 2008 bis 2011 konnten die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Fahner Höhe von insgesamt 93.000 Euro Fördermittel für den Ausbau der Kinderbetreuung profitieren.

 

Hintergrund zu den Fördermitteln

 

Für den Ausbau der Betreuungsplätze stehen für die Städte und Gemeinden im Landkreis Gotha in der aktuellen Förderperiode rund 2,4 Mio. Euro aus Förderprogrammen des Bundes und des Landes zur Verfügung. Die Gelder werden nicht direkt vom Landkreis ausgereicht, sondern von Landesbehörden, die ihre Bewilligung von der Priorisierung des Landkreises als Jugendhilfeträger abhängig machen. Im November 2017 hat der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Gotha einstimmig bei Enthaltungen den Neubau einer Kindertageseinrichtung in Gotha aus Mitteln des Bundesinvestitionsprogrammes „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 2017 bis 2020 über knapp 1,8 Mio. Euro befürwortet sowie die Ausreichung von weiteren rund 600.000 Euro für einen Anbau an die Kita Purzelbaum in Friedrichroda aus dem Landesinvestitionsprogramm „Kindertageseinrichtungen“.

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