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Erster Bauabschnitt bis Ende des Jahres fertig

Die Komplexsanierung des Gymnasiums Ernestinum in Gotha macht deutliche Fortschritte – von außen sichtbar beispielsweise am neuen Dachstuhl des Aulagebäudes.

Die Aula und Mensa des Gymnasiums befindet sich derzeit im Rohbauzustand.

In den vergangenen Monaten hatten die Handwerker in diesem Flügel Geschossdecken herausgenommen und wieder eingezogen sowie die Raumzuschnitte verändert. Mit dem fertigen Tragwerk konnten die Dachdecker in der vergangenen Woche die Gebäudehülle von oben her verschließen; die Eindeckung mit Schiefer folgt in Kürze. Insgesamt stehen für diesen ersten Bauabschnitt rund 2,7 Mio. Euro bereit. Im Aulatrakt finden künftig zwei Musikräume nebst Vorbereitungsraum, ein großer Mehrzweckraum, der auch als Speisesaal dient, die Ausgabeküche sowie Technikräume ihren Platz. Bis zum Jahresende sollen hier die Arbeiten auch im Inneren abgeschlossen sein.

 

„Das Ernestinum ist die größte wie auch finanzintensivste Baustelle des Landkreises“, ordnet Landrat Konrad Gießmann diese Maßnahme ein. Und ergänzt: „Es ist eine große Leistung, dass der Bauablauf trotz der alten Bausubstanz, die stets für Überraschungen gut ist, bislang weitgehend eingehalten werden konnte“, geht der Dank des Landrats an die Planer, die ausführenden Unternehmen und die Bauleiter der Verwaltung. Bis in die 2020er Jahre hinein werden – nach aktuellen Berechnungen – rund 14,5 Mio. Euro für die Komplexsanierung ausgegeben. Allein die Planungen und Projektabläufe gestalten sich aufwändig, da bei laufendem Schulbetrieb gebaut wird.

 

Zweiter Bauabschnitt wird Kraftakt

 

Ende dieses Jahres soll der zweite Bauabschnitt beginnen, der sich auf den zu DDR-Zeiten entstandenen Anbau sowie den Westflügel des Gebäudes bezieht. Diese Arbeiten werden aufgrund des Raumumfangs und des Bauzustands deutlich länger andauern und mehr Mittel beanspruchen: Bis 2019 sollen hier knapp 6,5 Mio. Euro investiert werden. Der Anbau aus DDR-Zeit kann nicht erhalten werden. Er wird bis auf die Kellerdecke abgebrochen und neu errichtet. Darin entstehen dann auf drei Etagen je zwei Biologie-, Physik- und Kunsträume zuzüglich der Nebenräume. Im Keller sollen die Sanitärbereiche, Haustechnikräume und das Hausmeisterrefugium untergebracht werden. Der neue Anbau und der Aulaflügel erhalten schlussendlich einen gemeinsamen Zugangsbereich zum Hof hin. In ihm wird auch einer von zwei Personenaufzügen integriert, um das Ernestinum zur barrierefreien Schule zu machen.

 

Der Westflügel, der das Aulagebäude und den DDR-Anbau mit dem historischen Schulhaus an der Bergallee verbindet, erhält im Erdgeschoss einen Chemie- nebst Vorbereitungsraum plus zwei Unterrichtsräume. Im ersten Stock sind zwei klassische Unterrichtsräume sowie zwei Computerkabinette vorgesehen. Der Kellerbereich, der heute als Schulspeisung genutzt werden muss, beherbergt künftig die Bibliothek und die Mediensammlung der Schule.

 

Nach 2019 kommt dann das straßenseitig gelegene historische Schulhaus in die Kur. Dafür werden rund 4,6 Mio. Euro veranschlagt. Sie werden benötigt, um im Erdgeschoss den Hörsaal sowie vier Unterrichtsräume und Nebenräume für ärztliche Betreuung, Beratungslehrer und Sanitärbereiche herzurichten. Eine Treppe höher werden abermals vier Klassenräume, Toiletten sowie das Lehrerzimmer und die Schulleitung untergebracht. Die dritte Etage soll fünf Klassenräume sowie jeweils drei Differenzierungs- und Nebenräume aufweisen.

 

Parallel dazu vollziehen sich schrittweise auch an der Myconiusschule, die dankenswerterweise von der Stadt Gotha übertragen worden war, Veränderungen. So sollen dort ein Fahrstuhl und das Physikkabinett entstehen, damit die Oberstufenschüler im Zuge der Baumaßnahmen im zweiten Abschnitt keine Abstriche am Unterrichtsprogramm hinnehmen müssen. Zugleich wird die Myconiusschule perspektivisch nicht nur von den Ernestinern genutzt, sondern dient künftig auch als neuer Sitz und Veranstaltungsort für die Kurse der Kreisvolkshochschule.

 

Die Bauzeit wie die Kosten verlangen einen langen Atem des Schulträgers. Jedoch: „Der Landkreis Gotha hat bereits bei den Komplexsanierungen der Salzmannschule Schnepfenthal und der Herzog-Ernst-Schule in Gotha die Qualitäten eines Marathonläufers gezeigt. Damit werden wir auch dem Ernestinum wieder zu altem Glanz verhelfen – und das unabhängig von der wieder offenen Frage der Gebietsreform“, ist sich Landrat Konrad Gießmann sicher.

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