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Zahl der gemeldeten Hundevorfälle 2016 rückläufig

Weniger Beißvorfälle und Geschädigte infolge von Hundebissen trotz eines steigenden gemeldeten Tierbestands: Diese Tendenz geht aus der Auswertung des Kreisordnungsamts hervor.

Es fasst die Einzelstatistiken der Ordnungsbehörden von Städten, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften zusammen. Danach erlitten 2016 insgesamt 50 Personen Verletzungen infolge von Hundeangriffen; fünf davon wurden schwer verletzt. 2015 lag die Gesamtzahl der Verletzten bei 59 (sechs Schwer- und 53 Leichtverletzte). Ferner kamen 2016 fünf Tiere durch Angriffe von Hunden zu Schaden (2014: zwölf); zwei davon überlebten die Attacke nicht. Insgesamt verzeichnet die Jahresstatistik 2016 55 Beißvorfälle mit Hunden im Landkreis Gotha (2015: 75, 2014: 72).

 

Aufgrund ihrer großen Verbreitung waren erneut die klassischen Haus- und Familienhunde in der Statistik auffällig geworden. So traten neunmal Golden- und Labrador-Retriever-Mischlinge in Erscheinung (2015: elf). Schäferhunde und deren Mischlinge waren an insgesamt acht (Vorjahr: zwölf) Vorfällen beteiligt. Jack-Russell-Terrier ließen in vier Fällen (2015: acht) nicht mit sich spaßen. Rottweiler wurden dreimal auffällig. Auf das Konto von nicht näher bezeichneten Promenadenmischungen gingen acht (2015: zwölf) Vorkommnisse.

 

Insgesamt waren mit 11.367 Hunden etwas mehr Vierbeiner im Landkreis Gotha registriert als noch im Vorjahr (2015: 10.986). Die Familie der Deutschen Schäferhunde bildet mit 988 Exemplaren darunter die größte Gruppe.

 

Nach der Erfahrung der Ordnungsbehörden stellen die gemeldeten Vorfälle nur die Spitze des Eisbergs dar, da in der Regel Beißattacken innerhalb eines Haushaltes (Familie) bzw. der Nachbarschaft nicht oder nur selten zur Anzeige gebracht werden. Seit 2011 schreibt ein Thüringer Gesetz allen Hundehaltern das Chippen der Tiere sowie den Abschluss einer Haftpflichtversicherung vor. Halter so genannter „Kampfhunde“ müssen darüber hinaus strenge Auflagen erfüllen sowie die persönliche Eignung nachweisen. Im Landkreis Gotha waren 2016 insgesamt 68 (2015: 62, 2014: 77) Hunde unterschiedlicher Rassen, die per Gesetzesdefinition als gefährlich gelten, von den Ordnungsbehörden erfasst. Keines dieser Tiere war vergangenes Jahr in einen aktenkundig gewordenen Vorfall verwickelt.

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