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Vorkehrungen gegen die Schweinepest

Aufgrund des weiteren Vordringens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Ost- und Mitteleuropa ruft auch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Gotha zu erhöhter Achtsamkeit auf. Tot aufgefundene Wildschweine sind den Behörden zu melden – wochentags unter der 03621 214-901 oder außerhalb der Dienstzeiten an die Rettungsleitstelle (03621 36550). Wenngleich in Deutschland noch keine Nachweise für die Tierseuche vorliegen, schätzt das Friedrich-Löffler-Institut das Risiko für heimische Wild- und Nutztierbestände als hoch ein.

Bild: pixabay.com

Die Afrikanische Schweinepest ist nicht auf den Menschen übertragbar, aber für Nutztiere gefährlich und hoch ansteckend. Nach einer Infektion entwickeln die Tiere sehr schwere, aber unspezifische Allgemeinsymptome.

 

In den Wildschweinbeständen Polens, Tschechiens, des Baltikums und inzwischen auch auf Sardinien wurde der Erreger inzwischen festgestellt. Während sich das Virus in seinen afrikanischen Herkunftsländern über Zecken verbreitet, spielt dieser Weg in Mitteleuropa keine Rolle. Hier erfolgt die Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Sekrete, Blut, Sperma), die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung). Der Kontakt mit Blut ist der effizienteste Übertragungsweg.

 

In nicht gegarten Schweineprodukten (z. B. Haus- oder Wildschweinsalami/-schinken) bleibt das Virus der ASP über längere Zeit stabil. Durch das Verfüttern oder die unsachgemäße Entsorgung von entsprechenden Produkten, beispielsweise das Wegwerfen von kontaminierten Speiseresten an Rastplätzen, können sich Wildschweine mit dem Erreger infizieren. Deshalb besteht insbesondere für die Einschleppung des Krankheitserregers über Personen und Fahrzeuge in die Wildschweinpopulation in Deutschland ein hohes Risiko. Auch unbehandelte Jagdtrophäen aus betroffenen Ländern stellen ein Einschleppungsrisiko dar. Erhöhte Wachsamkeit ist daher nicht nur für Schweinehalter, Jäger und Tierärzte, sondern allgemein angezeigt.

 

Das Veterinäramt weist auf die aktuellen Merkblätter zur Desinfektion bei ASP und für Landwirte und Jäger auf der Internetseite des Landratsamtes hin.

 

Linktipp: www.landkreis-gotha.de/service/dokumente

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