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Großübung der Rettungskräfte am Tunnel Augustaburg

Es ist ein Szenario, das wohl niemand in der Realität erleben möchte – und doch muss es trainiert werden, um im Ernstfall handeln zu können. Im Eisenbahntunnel Augustaburg wurde vergangenes Wochenende genau das geprobt.

  • Die Nesse-Apfelstädter Feuerwehr rückt an.

  • Gehfähige Verletztendarsteller verließen den Tunnel selbstständig.

  • Das Medieninteresse an der Übung war enorm.

  • Die Mitwirkenden wurden klar klassifiziert.

  • Im Tunnel am ICE.

  • Im Tunnel am ICE.

  • Im Tunnel am ICE.

  • Im Tunnel am ICE.

  • Verletztendarsteller im Zug.

  • Rettung der Verletzten über spezielle Loren.

  • Am südlichen (Gothaer) Tunneleingang.

  • Behandlungsplatz auf Gothaer Seite.

  • Beim Aufbau der Behandlungs- und Versorgungszelte.

  • Versorgung der Verletzten im Behandlungszelt.

  • Rettung per Lore.

  • Die Übung machte Rettern wie Geretteten auch Spaß - es blieb Zeit für Selfies.

  • Feuerwehrleute nehmen sich eines Verletzten an.

  • Fingerspitzengefühl ist gefragt beim Hantieren am Zug.

  • Fingerspitzengefühl ist gefragt beim Umgang mit Verletzten.

  • Abtransport zum Behandlungsplatz.

  • Abtransport zum Behandlungsplatz.

  • Behandlung im Zelt auf Gothaer Seite.

Rund 600 Mitwirkende und Einsatzkräfe der Feuerwehren, Rettungsdienste, Katastrophenschutz– und Betreuungseinheiten, des Technischen Hilfswerks sowie der Landes- und Bundespolizei waren dort im Einsatz, um Menschen aus einem im Tunnel havarierten ICE zu retten. Die Deutsche Bahn stellte für die diese Großübung den echten Zug „Ellwangen“ bereit. In ihm befanden sich rund 120 Darsteller, von denen der Großteil zu Fuß die Waggons und den Tunnel verlassen konnte. Rund 30 ‚Verletze‘ aber mussten unter Atemschutz durch die Feuerwehren gerettet und dann zu den Behandlungsplätzen am Nord- und Südeingang des Tunnelbauwerks verbracht werden. Auf Gothaer Seite wurde sogar noch die Verlegung bis in die Krankenhäuser der Kreisstadt und Friedrichrodas durchgespielt, um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten.


Die Beobachter der Abläufe zeigten sich zufrieden mit dem Handeln der Einsatzkräfte. Marc Stielow, der Gefahrenabwehr-Chef aus dem Innenministerium, drückte es so aus: „Das klappt hier wie am Schnürchen. Sie können stolz sein auf Ihre Truppen“, sagte er zu Landrat Konrad Gießmann, der sich persönlich einen Eindruck vom Übungsverlauf verschaffte. Unterm Strich seien alle Übungsziele erreicht worden, ergänzte Dietmar Adlung von der Berufsfeuerwehr in Erfurt.


Das Übungsszenario stellte indes einen absoluten Ausnahmefall dar. Seitens der Bahn sind organisatorische und technische Vorkehrungen getroffen worden, dass ein ICE im Notfall nicht im Tunnel stehen bleiben muss; auch wurde mit dem zu löschenden Entstehungsbrand am Zug, der als unwahrscheinlich gilt, eine weitere Hürde für die Einsatzkräfte aufgebaut. Der Tunnel Augustaburg zählt zum Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 und umfasst die Aus- und Neubaustrecke von Nürnberg über Erfurt und Leipzig/Halle nach Berlin. Der Bund, die Europäische Union und die Bahn investieren etwa zehn Milliarden Euro in den Bau. Im Dezember soll die Strecke in Betrieb genommen werden; die Einsatzübung war eine zentrale Voraussetzung hierfür. Entlang der gesamten Strecke sind die regionalen Feuerwehren zu so genannten Tunnelbasiseinheiten zusammengefasst worden, um an den Bauwerken Hilfe leisten zu können.

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